Großschwabhausen. (tlz) Mit einem 27:20-Auswärtssieg beim HSV Ronneburg II hat Fortuna Großschwabhausen einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg gemacht. Die Marschroute vor dem Match war klar: Mit schnellem, schnörkellosem und direktem Angriffsspiel aus einer stabilen Abwehr heraus sollte den Gastgebern gleich klar gemacht werden, wer Chef und Tabellenführer ist. Soweit die Theorie von Coach Dirk Heinemann. Die Praxis sah anders aus: Langsames, verschnörkeltes und umständliches Angriffsspiel aus einer löchrigen Abwehr heraus.
Die vielen mitgereisten Fortunen-Fans, aber auch die Gastgeber staunten nicht schlecht, als nach 15 Minuten auf der Anzeigentafel die 7:2-Gastgeberführung stand. Langsam, sehr langsam fanden die Fortunen zu ihrem Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich erst mit dem Einsatz von Steffen Knittel. Trotzdem schmolz der Ronneburger Vorsprung nur ganz langsam. Mit dem 4:8-Treffer (20.) kam man wenigstens bis zur Pause auf zwei Tore heran.
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte fabrizierten die Fortunen einen technischen Fehler und lagen jetzt 9:12 hinten. Aber spätestens das schien die Fortunen wachzurütteln. Den Gastgebern sollte bis zur 45. Minute kein weiterer Treffer gegen die nun endlich miteinander kämpfende Fortunen-Abwehr gelingen. Nach 37 Minuten glückte der Ausgleich, worauhin die Fortunen die Ronneburger förmlich überrollten. Über 17:13 (45.) wurde der Vorsprung auf neun Tore ausgebaut (53.).
Doch das Doppelspielwochenende war noch nicht überstanden: Um weiter Richtung Meisterschaft zu stürmen, mussten die Fortunen noch gegen den TSV 1880 Gera-Zwötzen ran.
Doppelbelastung gut überstanden
Mit einem mühsamen, aber im Nachhinein ungefährdeten 36:20-Sieg in Gera konnten die Fortunen vier Punkte einfahren. Schon nach neun Minuten schienen die Großschwabhäuser auf der sicheren Siegerstraße, stand es doch 4:1. Die Linie ging dann urplötzlich völlig verloren, und die Geraer schafften in der 20. Minute sensationell den 6:6-Ausgleich.
Man merkte den Fortunen sowohl die Doppelbelastung als auch die lange und kräftezehrende (fünf zusätzliche Spiele im Thüringenpokal) Saison an. Denn spielerische Glanzpunkte suchte man vergebens, diese waren aber auch gegen die immer mehr abbauenden Gastgeber nicht unbedingt nötig.
Der Vorsprung wurde nach der 16:11-Halbzeitführung schnell auf 20:11 ausgebaut. Oldie Heiko Thümmel zeigte bei seinen drei Toren seine ganze Übersicht und Routine. Im weiteren Spielverlauf wurde jeder Geraer Fehlversuch meist (aber nicht immer) mit einem Kontertor abgeschlossen. Mit diesem Erfolg kann Großschwabhausen am vorletzten Spieltag vorzeitig im Heimspiel gegen Auma am Samstag, 14. April, alles perfekt machen.
Großschwabhausen: Krumbholz, Dittrich - Wessely/10, Ehm/6, Neumann/5, Wichmann/3, Maik Wichmann/3, Thümmel/3, S. Heinemann/2, Winter/2, Sachse/1, Heinemann, Große