Handball: Torfabrik auf Hochtouren

 

WEIMAR (gf). Wer will dieses Team stoppen? Sechs Punkte und 116 Treffer nach drei Partien - die Großschwabhäuser Landesklasse-Handballer liegen auf dem Weg zum Meistertitel im Soll. Auch Liga-Kontrahent HSV Weimar nimmt richtig Fahrt auf.

"Wir sind spielerisch noch nicht dort angelangt, wo wir hin wollen", sagt Fortuna-Trainer Dirk Heinemann. Zumindest macht sein Team aber das, worauf es ankommt - gewinnen.

Die klare Überlegenheit der Großschwabhäuser musste jüngst auch Eisenberg beim 46:35 (23:14) anerkennen. In einer wohltuend fairen Partie spielten die Ostthüringer zu Beginn frech mit und nutzten die Geschenke der Großschwabhäuser zur zwischenzeitlichen 7:6-Führung aus. Danach war jedoch Schluss mit lustig: Die Hausherren diktierten klar das Geschehen und erspielten bereits beim 23:14 zur Pause die Vorentscheidung. Mit Wiederbeginn änderte sich wenig am Spielverlauf: Eisenberg mühte sich redlich und fand relativ oft die Lücken in der Abwehr. Auf der Gegenseite bestraften die Fortunen jeden Fehlversuch eiskalt mit Kontertoren. Speziell der in der zweiten Halbzeit aufdrehende Christian Wessely und Abwehr-Experte Martin Ehm konnten sich mehrfach mit gelungenen Aktionen auszeichnen. Während der Spitzenreiter das Tempo hoch hielt, schwanden beim TSV Eisenberg merklich Konzentration und Kondition. Trotz des klaren Sieges fand der Coach auch kritische Worte: "Unser Kombinationsspiel kam kaum zur Geltung.

In der Verteidigung müssen wir uns in den folgenden Spielen deutlich steigern - 35 Gegentreffer waren zu viel." Für Dirk Heinemann ist es wichtig, dass die Mannschaft in den kommenden Wochen ihr Zusammenspiel perfektioniert. Erstmals richtig gefordert werden dürften die Großschwabhäuser von Saalfeld. Zuvor treffen sie mit Gera-Zwötzen, Meuselwitz und Stadtroda auf Teams aus der unteren Tabellenregion. Vorsicht ist allerdings geboten. Denn wer den Anspruch hat, Meister zu werden, sollte sich gerade gegen die Kleinen keinerlei Fehltritte erlauben.


TA 11.10.2006   

 

 

 

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