Wiederholung des Wunders verschenkt

 

Im letzten Saisonspiel wollte die Dritte noch einmal zeigen, wozu sie fähig ist und den Erfolg in Großschwabhausen zu Hause wiederholen. Am Samstagabend sah es lange Strecken nach einem gelungenen Abschluss aus, doch in der zweiten Halbzeit sollte man den Vorsprung leichtfertig vergeben.

Die erste Hälfte begann ausgeglichen (2:2, 5:5). Hermsdorf überzeugte von Beginn an mit guter Abwehr, die von den Abwehrstrategen Brüser und Stark zusammengehalten wurde. Den Großschwabhausener gelang es deshalb selten zum Torwurf zu kommen. Diese wurden dann aber meistens von einem gut aufgelegten Steffen Weise pariert. Aus dieser starken Defensive konnten die Gastgeber Vorteile ziehen und gingen so mit relativ sicheren Angriffen in Führung (7:6, 9:7). Als Sven Steinhoff im Hermsdorfer Tor noch zwei Siebenmeter hielt und man im Anschluss vier Tore in Folge warf, gewann man einen sicheren Vorsprung zu den Gästen und ging zufrieden in die Pause (11:7, 13:8).

Die Vorgabe für die zweite Halbzeit war klar: "ruhig weiterspielen und nicht in Unsicherheiten verfallen". Doch genau das trat ein. Hermsdorfs Abwehr wurde plötzlich lückenhaft und schien keinesfalls mehr so souverän wie in der ersten Halbzeit. Auch im Angriff lief nichts mehr zusammen. So warf man selbst kein Tor, während Großschwabhausen vier in Folge erzielte (13:9, 13:13). Von da an entwickelte sich das Spiel zum Schlagabtausch. Bis zum 19:19 war noch alles offen, denn Hermsdorf wurde durch die Tore des zielsicheren Halbrechten Mathias Schwab im Spiel gehalten. Doch dann merkte man der Dritten die fehlende Abgeklärtheit an. Es mangelte an zündenden Ideen im Angriff, um das Spiel für sich zu entscheiden. In den letzten zehn Minuten wurde man nach sich häufenden technischen Fehlern immer öfter ausgekontert und kassierte wiederum vier Tore in Folge. Am Ende gewinnen die Favoriten aus Großschwabhausen nicht unverdient mit 24:20.

Strafen:
gelbe Karten: 3 : 2
2min: 5 : 0
rote Karten: 0 : 0

Siebenmeter:
Hermsdorf: 1 von 1
Großschwabhausen: 1 von 4

Dabei waren:
Weise, Steinhoff;
Remme (1), Taubert, Brüser, Zerrenner, D. Dennhardt (1), Simon, Jakob,
Schwab (11/1), Schätzchen (2), Rose (4), Stark (1), Homann

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