GROSSSCHWABHAUSEN (gf). Das Cup-Abenteuer geht in die nächste Runde: Nach dem sensationellen 24:22 über Gera stehen die Großschwabhäuser Handballer im Halbfinale des Landespokals. TA sprach mit Spieler Maik WICHMANN.
Nach Erfurt/Bad Langensalza und Hermsdorf II ereilte mit Post Gera den dritten Oberligavertreter das Pokal-Aus in der Großschwabhäuser Halle. Hat das Team den Sieg danach ausgiebig gefeiert?
Natürlich haben wir den Moment genossen. Es floss schon das eine oder andere Bier. Das war für alle etwas ganz Besonderes - für die Zuschauer und uns Spieler. Ehrlich gesagt hat es bei mir persönlich etwas länger gedauert, ehe mir klar wurde, was für eine ausgezeichnete Leistung wir vollbracht haben.
Ist der Einzug ins Halbfinale des Thüringer Landespokals Ihr bislang größter Erfolg?
Neben den drei Bezirkspokaltiteln gehört das Erreichen des Halbfinales sicherlich zu einem der schönsten Augenblicke.
Musste Trainer Dirk Heinemann vor dem Duell zusätzliche Motivationsarbeit leisten?
Vor solch einer Partie braucht ein Trainer nicht mehr viel zu sagen. Der Coach hat uns nur noch ein paar taktische Hinweise mit auf den Weg gegeben.
Was war das Erfolgsrezept?
Wir haben uns als geschlossene Einheit präsentiert und gerade in der Verteidigung richtig gut gearbeitet. Hinzu kam natürlich das phantastische Publikum, das uns immer wieder nach vorn peitschte. Der Rest in einem solchen Pokalspiel ist dann das Quäntchen Glück.
Wäre euch der HSV Apolda, den Post SV Gera im Achtelfinale ausschaltete, als Kontrahent etwas lieber gewesen?
Ehrlich gesagt, nein. So schön und spannend ein lokaler Vergleich sicherlich gewesen wäre, gegen Apolda hätten wir vielleicht nicht so gut ausgesehen.
Drei Oberliga-Teams mussten gegen die zwei Ligen tiefer spielenden Fortunen die Segel streichen. Ist der Klassenunterschied doch nicht so groß?
Pokal und Liga sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Zwischen dem Niveau in der Oberliga und der Landesklasse sehe ich aber schon noch gravierende Unterschiede. Das geht los bei der Erfahrung und individuellen Klasse einiger Spieler.
Aber Pokalspiele beweisen doch oft genug das Gegenteil?
Das Schöne ist, dass Außenseiter im Pokal nur gewinnen können. Hinzu kommt, dass die Favoriten nicht immer voll bei der Sache sind. Dadurch kommt es zu Überraschungen.
Nächster Pokalgegner ist mit Sonneberg wieder ein Oberligist. Wie stehen die Chancen, ins Endspiel einzuziehen?
Jetzt kann wirklich alles passieren - Träumen ist erlaubt. Bringen wir gegen Sonneberg eine ähnliche Leistung wie in den jüngsten Pokalpartien, ist das Erreichen des Endspiels keineswegs unmöglich.
Ein Wort zum Alltag in der Landesklasse Staffel III - dort rangiert Ihr Team ungeschlagen an der Tabellenspitze.
Die Erfolge im Pokalwettbewerb geben sicher zusätzlichen Auftrieb und Selbstvertrauen für bevorstehende Liga-Aufgaben. Wir müssen uns nun wieder auf das Wesentliche konzentrieren und jeden Punktspiel-Gegner ernst nehmen.
Steigt Großschwabhausen in die Landesliga auf?
Das hoffe ich sehr. Wir haben alles selbst in der Hand.