Handball: Hermsdorfer Reserve blamiert sich im Pokal in Großschwabhausen
Männer, Landespokal-Achtelfinale Fortuna Großschwabhausen - SV Hermsdorf II 24:22 (10:12) (piek/OTZ). Hermsdorfs Oberliga-Handballer haben sich am Sonnabend mächtig blamiert. Sie verloren im Achtelfinale beim zwei Klassen tieferen SV Fortuna Großschwabhausen 22:24.
SVH-Trainer Christian Escher, der in erkrankten Jens Friedrich vertrat, zollte dem Sieger Respekt: "Hut ab, die haben sich große Mühe gegeben und verdient die nächste Runde erreicht."
Die Gäste offenbarten vor allem im Angriff große Defizite. Wie schon in den Vorwochen verstrickten sich die Hermsdorfer in unnötige Zweikämpfe, rieben sich dort auf, statt den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen zu lassen oder vorgegebene Kombinationen zu spielen.
"Da waren die Jungs sehr undiszipliniert. Das müssen wir im Training auswerten", so Escher.
Und auch die sonst so hoch gelobte Defensive überzeugte nicht. Da sollte eigentlich defensiv dem gegnerischen Rückraum begegnet werden. Einige SVH-Spieler hielten sich nicht an diese Marschroute. Durch unmotiviertes und teilweise überhastetes Vorpreschen kassierten die Gäste einige sehr dumme Zeitstrafen.
In der spielentscheidenden Phase kurz vor Schluss stand Hermsdorfer in doppelter Unterzahl. Großschwabhausen, das bereits in der Runde davor Oberligist SG Erfurt/Bad Langensalza das Fürchten lehrte, nutzte das Übergewicht zu vier Toren in den letzten acht Minuten. Mit dem Abpfiff war die nächste Sensation perfekt. Hermsdorf II scheiterte nicht am Gegner, sondern an der eigenen Disziplinlosigkeit.
SVH II: Oswald, de la Motte (2), Werrmann (6), Dennhardt (2), Trautvetter (2), Rust (1), Machts (2), Hobritz (2), Opel, Schreck (3), Bocek (2), Escher.
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