Großschwabhausen/Apolda. (tlz/mj/wh) Die Landesklasse-Handballer von Fortuna Großschwabhausen überraschen erneut im Pokal: Mit einem 24:22 gegen Post Gera werfen sie den nächsten Oberligisten aus dem Rennen. In der prallgefüllten Halle war die Stimmung erstklassig. Die Anfangsphase war ausgeglichen: Fortuna kombinierte sicher, doch beide Abwehrreihen waren höchst konzentriert, so dass es nach zehn Minuten erst 4:5 stand. Ein Zweiklassenunterschied war nicht zu erkennen.
Post versuchte es mit schnellen Angriffen, die von der aggressiv und konzentriert stehenden Abwehr aber geschickt unterbunden wurden. Leichte Unsicherheiten auf beiden Seiten ließen nur wenige Chancen zu. Die starken Mittelmänner immer wieder mit Druck, so dass die Außen - allen voran Robert Neumann - gut in Szene gesetzt wurden.
Nun nahm das Spiel Fahrt auf: Nachdem die Fortunen einem Zweitore-Rückstand hinterhergelaufen waren, konnte erstmals durch wachere und konsequentere Spielweise mit dem 9:8 eine Führung bejubelt werden (26.), beim 11:10 war Halbzeit. Die Geraer schienen kein richtiges Mittel gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Fortunen zu finden. Immer wieder verhinderten kleinere Fehler und Nachlässigkeiten Tore, nach 41 Minuten stand es gerade einmal 15:15.
Finaler Countdown
Jetzt fieberten die Zuschauer dem finalen Countdown entgegen. Doch plötzlich wirkte das Team des Trainers Dirk Heinemann verunsichert, so dass es trotz Überzahlspiels nach 51 Minuten 18:19 stand. Durch Kampf und vielleicht ein bisschen mehr Fortune wurde mit dem 21:21 der erneute Ausgleich gefeiert. Es wurde lauter, was die Spieler regelrecht beflügelte. Der junge Torhüter Thomas Dittrich parierte mutig wichtige Bälle mit Kopf und Schulter. Zwei Minuten vor Schluss wurde erneut Neumann gut in Szene gesetzt - er behielt die Nerven, so dass Maik Wichmann eiskalt aus dem Rückraum abziehen konnte, zur Vorentscheidung. Mit der Schlusssirene lagen sich die Spieler in den Armen: "We are the champions" dröhnte es aus den Lautsprechern: Champions sind sie mit diesem dritten Pokalsieg gewiss, jetzt ist alles möglich. Nun hat Fortuna erneut Heimvorteil gegen den Oberligisten HV Sonneberg.
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