SV Fortuna Großschwabhausen - SG Erfurt/Bad Langensalza 25:23 (11:6)
Den Paukenschlag des Pokalwochenendes gab es in Großschwabhausen. Mit einer indiskutablen Leistung verabschiedete sich Oberligist SG Erfurt/Bad Langensalza beim Landesklassenvertreter SV Fortuna Großschwabhausen mit 25:23 (11:6) aus dem Pokalwettbewerb.
Zwar gingen die Gäste schnell mit 2:0 in Führung, aber zur Beruhigung diente das nicht. Die Gastgeber hatten Respekt und starteten nervös gegen den höherklassigen Gegner. Doch die Einstellung bei der SG machte die Einheimischen stark. Dank eines starken Roy Krumbholz im Tor brachen die Fortunen den Bann, erzielten ihren ersten Treffer und gingen mit 5:2 in Führung. Da waren bereits 17 Minuten gespielt, der Favorit hatte ein einziges Feldtor geworfen.
Jetzt merkten die Großschwabhäuser, dass für sie mehr drin war. Die Abwehr und der Torhüter standen sehr gut und die halbherzigen Aktionen bei der SG stellten kaum Problem dar. Kurz vor der Pause riss dann Torhüter Philipp Hielscher einen konternden Spieler des Gastgebers um. Die Zeitstrafe war schmeichelhaft. Da nur ein Torhüter mitgereist war, wechselte Feldspieler André Ahrens ins Tor. In dieser Phase konnte Großschwabhausen die 9:6-Führung zum 11:6-Halbzeitstand ausbauen.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die Gastgeber weiter engagiert und kampfstark, die SG wirkte ideen- und mutlos. Beim Stand von 15:8 schien sich ein Debakel anzubahnen, aber die Gäste konnten dann doch auf 16:12 verkürzen - eine Wende schien nun doch wieder möglich. Aber schnell stand es wieder 19:12. Durch individuelle Vorteile konnten die Gäste den Rückstand noch einmal verkürzen, bei den Landesklässlern waren jetzt auch sichtbar die Kraftreserven aufgebraucht - den Sieg gaben sie aber nicht mehr aus der Hand.
Am Ende allerdings war es ein verdienter Sieg des Underdogs, der sich in der nächsten Runde wieder mit einem Oberligisten messen darf. Dann kommt der zweite Aufsteiger, SV Hermsdorf II nach Großschwabhausen.
SV Fortuna Großschwabhausen: Roy Krumbholz, Thomas Dittrich; Christian Wessely, Marcel Hänsgen (6), Michael Zufelde (3), Jörg Heinemann (1), Robert Neumann (2), Maik Wichmann (5), Jens Winter (2), Sascha Heinemann, Mark Wichmann (4), Martin Ehm (2), Steve Sachse.
SG Erfurt/Bad Langensalza: Philipp Hielscher; Sören Bernt, Christian Ratz, André Ahrens (8), Felix Menge (3), Marcus Tunger (5), Johannes Trommer (3), Dominique Schlösser (3), Christian Schmidt (1), Andre Minevski.
Siebemeter: 4/3 - 2/2.
Strafminuten: 10 - 12.
Schiedsrichter: Dagmar Jung/Gerhard Jung (ESV Gera).
Zuschauer: 120.
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