| Weimar. (tlz) Ein grandioser Auftakt: Nach drei Jahren eröffneten die Fortunen wieder eine Punktspielsaison mit einem Sieg und zwei Pluspunkten. Gleich im ersten Spiel zum Kreisderby trafen sie auf den Erzrivalen HSV Weimar.
Die Fortunen - durch vier Neuverpflichtungen (drei aus Weimar) in der klaren Favoritenrolle - kassierten jedoch schon nach 44 Sekunden das erste Gegentor. Bis zur 25. Minute blieb die Partie ausgeglichen. Erst dann konnten sich die Gastgeber mit einem Vier-Tore-Vorsprung (14:10) von den Rivalen absetzen, die allerdings schnell agierten und durch ihren Spielregisseur René Sucker, bis dato schon siebenfacher Torschütze, einen gefährlichen Gegner auf den Platz stellte. Doch schnell fand sein Einsatz ein jähes Ende, als er wegen eines Fouls die Rote Karte sah (29.). Wer nun dachte, dass die Weimarer ohne Sucker chancenlos seien, hatte die Rechnung ohne die Fortunen und den Gästetorwart gemacht.
Zwar schien das Spiel in der 42. Minute schon entschieden, doch sollte der Vorsprung von fünf Toren (22:17) noch keine Garantie für den Sieg sein. Bis zur 54. gelang den Fortunen kein Tor mehr. Die Weimarer nutzen die Fehler und Unsicherheiten der Fortunen und fanden immer mehr ins Spiel zurück. Zudem hatte HSV-Keeper Heß sein Tor förmlich vernagelt. Zehn Sekunden vor Schlusspfiff konnten der HSV den verdienten Ausgleichstreffer (24:24) bejubeln. Die Fortunen nahmen daraufhin eine Auszeit, wechselten den Torhüter gegen einen siebten Feldspieler ein und gingen mit der Anweisung aufs Parkett, erst in allerletzter Minute zu werfen.
Der HSV, von dieser taktischen Maßnahme sichtlich überrascht, überließ dem Gegner die Chance zum finalen Angriff. Vier Sekunden vor Spielende erzielte Marcel Hänsgen den Siegtreffer für die Hausherren. Danach Jubelszenen bei den Fortunen und Riesenenttäuschung für die Gäste.
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