Gastgeber verunsichert

 

Weimar/Großschwabhausen. (tlz/epp) Der Handball-Landesklassist HSV Weimar verliert das Lokalderby gegen Fortuna Großschwabhausen mit 24:27 (10:14), die Gäste bleiben jedoch wegen des gleichzeitigen Sieges des Spitzenreiters 1. SSV Saalfeld mit zwei Punkten Rückstand Tabellenzweiter.

Wegen der Tischtennis-Landesmeisterschaft war das Spiel von der Asbach- in die Falkenburg-Halle verlegt worden, was offenbar zumindest für die Schützlinge des Fortuna-Trainers Dirk Heinemann kein Nachteil war. Diese taten zunächst, womit die Weimarer ganz gewiss nicht gerechnet hatten: "Mein Plan, die Gastgeber in der ersten Viertelstunde mit einer passiven Spielweise zu verunsichern, ging auf", sagte Heinemann der TLZ. Nach dieser Viertelstunde stand es 5:6 - da nahmen die Gäste eine Auszeit und "drehten den Schalter um" auf Angriff. Flugs wurde aus dem 8:8 ein 8:12 für die Fortunen, die die Führung nun während der restlichen Partie nicht mehr abgaben. Erst beim 17:11 (38.) folgte wieder ihre nun fast schon typische Schwächephase, und sie ließen die Lippner-Schützlinge herankommen zum 23:25. Um dann mit dem 24:27 zu triumphieren.

"Unsere Pluspunkte waren die taktische Einstellung und die Cleverness, wir hatten ja in Weimar noch nie zuvor gewonnen", fügte Heinemann hinzu, der die Gastgeber mit dem Einsatz des Torwarts Roy Krumbholz verblüfft hatte. Diesem war vor vier Wochen die Kniescheibe herausgesprungen: "Die Bänder waren zum Glück nicht gerissen, wir haben es probiert, und es ging gut", sagte der Trainer. Er konnte durchwechseln, das tat dem Spiel der Großschwabhausener keinen Abbruch. Ihr erfolgreichster Werfer war Maik Wichmann mit sechs Toren.

Tolle Stimmung in der rundherum gut besetzten Falkenburg-Halle, die Zuschauer - unter ihnen zahlreiche aus Großschwabhausen - sahen ein faires Derby.


TLZ 21.01.2007   

 

 

 

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