Handball: Prestige-Denken nur bei den Fans

 

GROSSSCHWABHAUSEN (gm). Das riesige Zuschauerinteresse der beiden letzten Jahre zeigt es eindeutig: Das Duell zwischen Großschwabhausen und Apolda ist weit mehr als ein gewöhnliches Handball-Testspiel. Morgen Abend kommt es erneut zum Showdown. Eigentlich ist es jammerschade, dass sich die beiden besten Handball-Männerteams des Weimarer Landes im normalen Punktspielbetrieb nie gegenüberstehen. Der HSV spielt in der Oberliga, Fortuna eine Klasse tiefer in der Landesliga - somit ist das Freundschaftsspiel morgen Abend ab 19.30 Uhr in der Großschwabhausener Dreifelderhalle wohl das einzige Aufeinandertreffen 2008. "Natürlich ist ein Spiel gegen Apolda besonders reizvoll, aber leider befinden wir uns noch im absoluten Anfangsstadium unserer Saisonvorbereitung", erklärt Dirk Heinemann. "Mehr als Kondition bolzen war bisher nicht drin." Der als enorm ehrgeizig bekannte Fortunen-Coach ist mit dieser Situation natürlich alles andere als zufrieden, hadert mit Verletzungen einiger Leistungsträger, aber auch mit der mäßigen Trainingsbeteiligung. Die Apoldaer Oberligamänner können unterdessen mit breiter Brust ins Spiel gehen. Nach dem Sieg beim Handball-Cup auf heimischem Parkett am letzten Wochenende folgte am Dienstagabend ein klarer 36:25-Testspielsieg gegen den sächsischen Oberligisten Concordia Delitzsch II. Rückkehrer Florian Dejmek machte hier ebenso eine gute Figur wie "Mischu" Sava, doch die Großschwabhausener können ein wenig aufatmen: Die beiden Apoldaer Leistungsträger werden am Freitagabend gar nicht dabei sein. "Für uns ist es ohnehin ein Spiel wie jedes andere auch", sagt HSV-Trainer Ralph Börmel, und auch sein Gegenüber Dirk Heinemann wiegelt ab: "Es ist ein reiner Test." Die Fans der beiden Vereine werden das jedoch ein klein wenig anders sehen - vor allem die Großschwabhausener. In den letzten beiden Jahren war die Halle stets brechend voll wenn Apolda kam, rund 200 Zuschauer dürften es auch diesmal werden. Die Chancen stehen eher schlecht, aber trotzdem hoffen sie alle das eine: dass ihre Mannschaft dem großen Nachbarn endlich die erste Niederlage beibringt.

TA 21.08.2008

 

 

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